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Günstiges Asus-Notebook macht OLPC Konkurrenz

Der taiwanische Computerhersteller Asus hat auf der Computex in Taipeh das in Zusammenarbeit mit Intel entstandene, günstige Notebook "Eee PC" vorgestellt, das sich an die gleichen Zielgruppen wie auch der OLPC (One Laptop per Child) und Intels eigenes Konzept "Classmate PC" wenden soll.

Der "Eee" ist ein Subnotebook mit einfacher Ausstattung auf Basis eines nicht näher spezifizierten Intel-Chipsatzes und Mobil-Prozessors von Intel die auf 512 MByte DDR2-Hauptspeicher zugreifen können. Auf der zwischen vier und 16 GByte großen Solid-State-Festplatte soll im Auslieferungszustand eine Linux-Eigenentwicklung als Betriebssystem installiert sein. Die Spezifikation lasse aber auch eine Windows-Installation zu. Das Eee-Linux soll sich durch besonders einfache Bedienung auszeichnen. Aus diesem Anspruch hat Asus auch das dreifache "E" im Namen abgeleitet: Easy to learn, Easy to work und Easy to play. In zwei Modi lässt sich das System benutzen - einem besonders einfachen und einem für erweiterte Bedienung. Die Hauptanwendungsbereiche für das Subnotebook sind Webbrowsing, E-Mail, Office-Arbeiten und digitaler Kommunikation. Dafür sollen diverse Anwendungen bereits vorinstalliert sein.


			Asus Eee-PC

Eee-PC: Asus hat bei der Computex ein günstiges Notebok vorgestellt.

In zwei Versionen wird der Eee noch in diesem Jahr erscheinen. Beide unterscheiden sich in ihrer Größe. Das kleinere Gerät soll mit einem Sieben-Zoll-Display, das größere mit einem Zehn-Zoll-Display ausgestattet sein. Die Variante in sieben Zoll wird mit einem Vier-Zellen-Akku, der drei Stunden Betrieb gewährleisten soll, lediglich 890 Gramm wiegen. Trotz des geringen Gewichts sind Wireless Lan nach 802.11b/g, Drei-Megapixel-Webcam und Hi-Definition Audio mit zwei Lautsprechern und Mikrofon mit an Bord.

Bereits im August sollen die ersten Exemplare des einfachen Notebooks ausgeliefert werden. Mit Sieben-Zoll-Display wird ein Preis von 199 US-Dollar angestrebt. Die größere Zehn-Zoll-Ausführung soll für 299 US-Dollar verkauft werden. Asus strebt nach eigenen Angaben 200.000 verkaufte Einheiten bis zum Jahresende an. Auf welchen Märkten das Eee zu haben sein wird, konnte Asus auf Nachfrage noch nicht genau abschätzen. Vor allem für Schwellenländer sei das Gerät gedacht, so ein Sprecher. Damit ist es direkte Konkurrenz zum OLPC, bei dem noch immer nicht ganz klar ist, wann die ersten Geräte erscheinen. Auch ist er dem Eee hinsichtlich der technischen Ausstattung unterlegen. Ebenso verhält es sich im Vergleich von Intels Classmate-PC mit dem Eee. Jedoch ist der Eee nicht wie die anderen beiden Initiativen als Bildungsprojekt konzipiert. Ob die Zielgruppe rein auf Schwellen- und Entwicklungsländern liegt, erscheint fraglich. So sind in der Online-Präsentation Studenten beim Arbeiten abgebildet.

(Jan Rähm)
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