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IBM gibt Quellcode für Supercomputer frei

Im Rahmen der aktuellen Messe Linux World in San Francisco gibt IBM den Quellcode für den Aufbau von Hochleistungsrechnern frei. Der Hersteller verspricht damit auch weniger geübtem IT-Personal einen einfacheren Zugang zum Cluster-Computing unter Linux.

Nun hat das Unternehmen aufeinander abgestimmte Software in einem Stack zusammengefasst und als Open Source zur Verfügung gestellt. Nach Aussagen von IBM werden Hochleistungsrechner, auch unter High Performance Computing (HPC) bekannt, zunehmend von Unternehmen jeder Größe nachgefragt. Nach eigenen Angaben sollen dank der neuen Software namens IBM HPC Open Software Stack auch weniger erfahrene Entwickler in der Lage sein, Server zu Clustern zu vernetzen können. Das Softwarepaket beinhaltet unter anderem das IBM Extreme Cluster Adminstrations Toolkit 2.0, abgekürzt mit xCAT. Außerdem in der ersten Version dabei ist die Advance Toolchain for Power Systems, Installationsskripte sowie das Simple Linux Utility for Resource Management. Als Erweiterung für Version 1 angekündigt ist bereits der Torque Resource Manager, das Ganglia Monitoring System und der Maui Cluster Scheduler. Als Hardware-Plattform können x86- und Power-Architekturen eingesetzt werden, als Betriebssystem wird zunächst Red Hat Enterprise Linux (RHEL) 5.2 unterstützt, Suse Linux Enterprise Server 10 soll folgen.

Die Software steht über den Ftp-Server des US-amerikanischen National Center for Supercomputing Applications (NCSA) an der Universität Illinois kostenlos zur Verfügung. Hier ist man überzeugt, dass die Anforderungen an die Systeme weiter wachsen werden: „Die Verwaltung Tausender Prozessorkerne und unterschiedlicher Prozessortypen ist eine Herausforderung, der wir uns jeden Tag stellen, und sie wird künftig nur wachsen,“ sagt der NCSA-Vizedirektor Rob Pennington. „Der IBM HPC-Stack und andere Pakete in dem Verzeichnis helfen den Open-Source-Supercomputer-Nutzern und -Systemmanagern dabei, mit den rasanten Fortschritten beim Cluster Computing Schritt zu halten.“ Mit verantwortlich für das hohe Tempo ist nach Meinung Penningtons die fortlaufende, schnelle Weiterentwicklung der Hardware.

Aktuell führt IBM die Liste der Hersteller der 500 größten Supercomputer weltweit mit knapp 42 Prozent an, die drei schnellsten Rechner der Top500.org stammen aus dem Haus Big Blue. Laut Unternehmensangaben nutzt auch der Spitzenreiter der Liste, ein hybrider Cluster im Roadrunner Projekt im Los Alamos National Laboratory in News Mexico das Tookit xCAT, das IBM nun als Open Source zur Verfügung stellt. Support für die Software soll es vorerst kostenlos nur über ein IBM-Entwickler-Forum geben, für xCAT soll ein Angebot auf Bezahlbasis folgen. Laut Auskunft von IBM wird derzeit geprüft, welche weiteren proprietären Komponenten künftig freigegeben werden könnten. Derzeit stellt das Unternehmen seine Software zur Ressourcenverwaltung im Cluster, den IBM LoadLeveler kostenlos zur Verfügung, allerdings derzeit nicht unter einer Open-Source-Lizenz.

(Britta Wülfing)
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