Maddog: Linux für Schulen schneidet in Microsoft-Studie gut ab
01.10.2008
Laut einer von Microsoft beauftragten Studie verursacht der Einsatz von Linux in Schulen der Entwicklungsländer nicht mehr Kosten als der Windows-Betrieb. Diesen überraschenden Fund machte Jon 'Maddog' Hall, Kolumnist unserer US-Schwesterpublikation Linux Pro Magazine.
Die Studie wurde von der Firma Vital Wave Consulting in Microsofts Auftrag erstellt. Sie beschäftigt sich mit dem Total Cost of Ownership (TCO) über einen Zeitraum von fünf Jahren für Schulen in Entwicklungsländern, die große Anzahl Computer anschaffen und betreiben.
Fazit des Papiers: Linux und Open Source sind in der Anschaffung von Hard- und Software etwas kostengünstiger als Microsoft-Technologien. Die Personalkosten dagegen sind für Linux und freie Software höher, da qualifiziertes Personal in diesem Bereich schwerer zu finden ist und im Durchschnitt mehr verdient. In Summe ziehen die beiden Lösungen laut der Studie damit ungefähr gleich.

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Überraschender Befund für eine Microsoft-finanzierte Studie: Linux und Microsoft-Produkte schneiden etwa gleich gut ab.
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Jon Maddog Hall zeigt sich in seinem Blogeintrag positiv überrascht: "Bisher haben solche Studien immer versucht, einen davon zu überzeugen, proprietäre Software sei irgendwie preiswerter." Der langjährige Linux-Verfechter zieht aus dem jüngsten Befund jedoch seine eigenen Schlüsse: "Das heißt für mich, man sollte mehr freie Software in Schulen und Hochschulen einsetzen, denn das schafft hochqualifizierte und gut bezahlte Arbeitsplätze vor Ort, statt das Geld für Softwarelizenzen ins Ausland zu schicken."
In seinem Blog bei Linux Pro Magazine, der US-Schwesterpublikation des Linux-Magazins, setzt sich Maddog Hall noch mit weiteren Details der Studie auseinander, von der Software-Ausstattung der Arbeitsplatzrechner über den Einsatz von Gebraucht-Hardware bis hin zu sparsamen Netbooks.
Die Studie "Affordable Computing for Schools in Developing Countries" (PDF) ist in einem Microsoft-Blog zur Konzern-Initiative "Unlimited Potential" verlinkt, einem Programm zur Technologieförderung in Schwellenländern.
(Mathias Huber)
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Roman,
01.10.2008 14:02
Ein oft wiederholtes falsches Argument wird dadurch nicht richtiger. Realitaet ist, insofern, dass falls man jemand mit UNIX- oder Linux-Kentnissen findet, dieser nicht nur qualifiziert ist diese Systeme zu administrieren, sondern meist auch qualifiziert ist beinahe alle Aufgaben in einer IT zu uebernehmen. Zudem habe ich in mehreren grossen Firmen die Erfahrung machen muessen, dass mit der Einstellung qualifizerter MA deutlich weniger MA in der IT noetig sind um diesselben Aufgaben zu uebernehmen, d.h. den vermeintlichen Kostennachteil der teureren einzelnen MA dadurch locker aufwiegt.
Klaus,
02.10.2008 12:01
ich kann mir schon vorstellen das es ncith einfach ist wirklich gute kräfte zu finden.
Ali A$,
09.10.2008 13:59
Was nichts kost, iss auch nichts!