Neue Runde bei dem Mini-Notebooks
04.04.2008
Chip-Hersteller Intel hat auf seiner Developer-Konferenz in Shanghai die neue Generation seines Mini-Laptops Classmate PC vorgestellt. Wir haben die relevanten Mini-Notebooks der vergangenen Monate zusammengetragen.
Die zweite Generation des Classmates hat ein leicht verändertes Design und einen neun Zoll großen LCD-Bildschirm (800x480 Pixel), statt vorher sieben Zoll. Neu ist eine integrierte Kamera mit einer Auflösung von 640x480 Pixel und 30 Frames pro Sekunde (fps). Das Minibook ist mit 256 oder 512 MByte Arbeitsspeicher und zwischen 1 und 4 GByte Flash-Speicher für Betriebssystem und Daten ausgestattet. Neu ist eine 1,8-Zoll-Festplatte mit 30 GByte. Der Prozessor ist derselbe geblieben: ein Intel Mobile ULV mit 900 MHz Taktrate und 400 MHz Front Side Bus. Den Akku gibt es jetzt auch mit sechs Zellen, so dass das Gerät Laufzeiten zwischen drei und fünf Stunden erzielen soll. WLAN nach 802.11b/g hatte auch schon die erste Generation, hinzu kommt jetzt die Unterstützung für Mesh-Netzwerke nach 802.11s.

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Der Classmate ist in den Dimensionen leicht geschrumpft. Er misst jetzt 23,8 mal 19,5 mal 4,2 Zentimeter anstatt vorher 24,5 mal 19,6 mal 4,4 Zentimeter.
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Der Classmate ist einer von vier niedrigpreisigen Mini-Laptops, die im Jahr 2007 von sich reden machten. Als entwicklungs- und bildungspolitische Geräte positionieren sich das Intel-Produkt Classmate PC (März 2007) sowie das Notebook des gemeinnützigen Projekts One Laptop per Child (OLPC) (Testgeräte-Auslieferung seit Februar 2007). OLPC ist ein traditionsreiches Projekt: Wie seine Geschichte auf der Projektwebseite zeigt, reichen seine Wurzeln bis in die 60er Jahre zurück. Weniger sozial, sondern handlich und nützlich positionieren sich der Eee-PC von Asus (Juni 2007) und das zuletzt hinzugekommene Everex Cloudbook (Dezember 2007).

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Das OLPC-Notebook erfreute sich auf der Fosdem 2008 sichtlicher Beliebtheit.
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Im zweiten Halbjahr 2007 hatte Intel versucht, sich an dem OLPC-Projekt zu beteiligen, war aber Anfang Januar 2008 wieder ausgestiegen. Differenzen gab es hinsichtlich der Produktkonkurrenz zwischen Classmate PC und OLPC-Gerät, aber auch hinsichtlich der gemeinnützigen Ausrichtung (siehe den Bericht auf Linux-Magazin Online). Der Classmate PC erregte zuletzt Aufmerksamkeit, als 17.000 von Nigeria bestellte Geräte statt des georderten Mandriva Linux doch unter Windows laufen sollten.

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Eee 900 heißt der neueste Mini-Kandidat von Asus, der erste hieß 701. Der abgebildete 900er war auf der Cebit 2008 ausgestellt.
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Linux hat bei den vier Kleinen die Nase vorn, obwohl Microsoft sich redlich bemüht, ihm ein Bein zu stellen. So konzentriert sich Asus für den Eee-PC seit der Zusammenarbeit mit T-Mobile und Microsoft auf Windows als OEM-Betriebssystem. Mit Linux soll der Eee jedoch auch erhältlich sein. Es gibt sogar Community-Versionen von Debian und von Fedora für den Eee (wir berichteten). Der Classmate PC ist laut Produktbeschreibung sowohl mit Linux als auch mit Windows erhältlich.

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Everex schickte Ende 2007 als letzten Kandidaten das Cloudbook ins Rennen. Die amerikanische Firma hat sich auf Rechner mit dem Google-Linux gOS spezialisiert.
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Das OLPC- und das Everex-Minibook hingegen gibt es ausschließlich mit einer eigenen Linux-Variante. Everex nimmt das Google-Linux gOS (Good OS), das mit mehreren Google-Webanwendungen bestückt ist, aber kein Google-Projekt ist. OLPC hat Red-Hat-Core 6 zu seinem XO weiterentwickelt. Dem OLPC-Projekt sagte die Gerüchteküche eine mögliche Zusammenarbeit mit Microsoft nach (wir berichteten). Das Projekt hat diese Gerüchte aber dementiert.
(Anika Kehrer)
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