Der für Linux-Grafiktreiber zuständige Nvidia-Manager Andy Ritger hat auf der X.org-Mailingliste eine neue API verkündet. Es soll unter Unix-Systemen Decodierung und Anzeige bei Nvidias Grafik-Prozessoren verbessern.
Das so genannte V"ideo Decode and Presentation API for Unix" (VDPAU) ermöglicht Zugriff auf die GPU zur Decodierung von MPEG1, MPEG2, H.264 und VC1. Weiter bietet das API Zugriff auf die Weiterverarbeitung, zum Beispiel Entfernung von Bildrauschen, und Timestamp-abhängige Präsentation der Bilder. Das Interface ist aufgeteilt in ein Core- und ein Fenstersystem-Modul. Das Core-Modul soll möglichst große Unabhängigkeit vom unterliegenden Fenstermanagement gewähren, doch einige Funktionen sollen durch die Programmierschnittstellen des Fenstersystems zugänglich sein.
Laut der Ankündigung ist die API Teil des Nvidia Display-Treibers 180.06 für Intel-32- und AMD-64-Architekturen. Es liegt erst im Beta-Status mit eingeschränkter Funktionalität vor. Auch gibt es die Programmierschnittstelle bislang nur für Geforce-Grafikprozessoren der 200-er Serie und diverser 8xxx-er und 9xxx-er Modelle. Die Ankündigung enthält auch einen Link zu VDPAU-Patches für FFMpeg and MPlayer - bei der Linux-Hardwareseite Phoronix gibt es bereits einen Kurz-Benchmark dazu. Auf dem Download-Server von Nvidia finden Interessierte eine HTML-Dokumentation mit weiteren Informationen.
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