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Positiver Servermarkt: HP holt im dritten Quartal auf

Die Serververkäufe insgesamt sind laut den IT-Marktforschern bei Gartner im dritten Quartal 2007 um 8,7 Prozent gestiegen und der Umsatz um 2,6 Prozent. Der Hersteller Hewlett-Packard rückt nahe an IBM heran.

Die positive Entwicklung auf dem Servermarkt trotz der Möglichkeit, Server einfach zu virtualisieren, führt ein Analyst bei Gartner auf untergründige Strömungen wie erstarkende Entwicklungsmärkte zurück. Auch sei die Nachfrage nach immer höheren Kapazitäten ungebrochen. Im Einzelnen gab es folgende Trends: x86-Server wurden in großer Stückzahl verkauft, während RISC-Itanium-Server viel Umsatz machten, stellt das Marktforschungsinstitut gegenüber. Blade-Server erfreuen sich weiterhin wachsender Beliebtheit und machen allein 10 Prozent der verkauften Einheiten aus. Davon profitiert einerseits das Haus Sun Microsystems, das in 2006 auf den Blade-Servermarkt zurückkehrte und seitdem vom neunten auf den vierten Platz der Stückzahlenverkäufe vorgerückt ist. HP vollbrachte das Kunststück, die Führung bei den Blade-Servern beizubehalten und die verkauften Einheiten noch dazu um 91 Prozent zu erhöhen.

Wie im Vorjahr hat IBM insgesamt den größten Anteil am Servermarkt mit 30 Prozent vom Gesamtumsatz. Der Marktanteil sank aber um knapp vier Prozent. Der Umsatz sank sogar um acht Prozent, was im Vergleich zu den anderen Beteiligten den größten Rückgang bezeichnet. Gut 4 Milliarden US-Dollar setzte IBM im dritten Quartal 2007 mit Servern um, während es im dritten Quartal 2006 noch fast 4,5 Milliarden waren. Hewlett-Packard ist dicht an den Marktführer herangerückt. Beim Marktanteil konnte der HP um drei Prozent auf 28 Prozent zulegen. HP belegt auch den ersten Platz beim Wachstum des Umsatzes, der um 14 Prozent von knapp 3,3 Milliarden US-Dollar auf gut 3,7 Milliarden im Jahresvergleich stieg.

Ferner halten Dell und Sun vor Fujitsu/FSC mittlere Positionen beim Marktanteil mit jeweils um die 11 Prozent. Bei beiden ist der Umsatz in Prozent fast ebenso stark gewachsen wie bei HP, auch wenn er in Geldwert noch nicht mal die Hälfte erreicht. Dell liegt in Marktanteil und Umsatzsteigerung noch um ein Prozent vor Sun.


			IBM bleibt trotz rückläufigem Umsatz Marktführer für Server im dritten Quartal 2007. Geldwerte in US-Dollar. Quelle: Gartner, November 2007.

IBM bleibt trotz rückläufigen Umsatzes weltweiter Marktführer für Server im dritten Quartal 2007. Geldwerte in US-Dollar. Quelle: Gartner, November 2007.

Sun liegt auch bei den verkauften Stück auf dem vierten Platz, während IBM, HP und Dell hier die Rangfolge gegenüber den Umsatzzahlen einmal kräfig durcheinander werfen. IBM findet sich auf dem dritten Platz der Verkaufszahlen wieder und erlitt auch hier Einbußen: Der Marktführer verkaufte fast vier Prozent weniger Server, statt rund 333.000 im Vorjahreszeitraum nur noch 320.000. Stückzahlenkönig ist wie im letzten Jahr HP, dessen Stückzahlenverkäufe um 20 Prozent stiegen (von 540.000 auf 650.000). HP verkauft damit fast ein Drittel aller weltweit verkauften Server. Dem folgt Dell mit 21 Prozent.

IBM heimst somit zwar fast ein Drittel des Umsatzes ein, verkauft aber nur 14 Prozent der Server. Auf den hinteren Plätzen konnte Fujitsu/FSC aufgrund der gutgehenden x86-Server die verkauften Stückzahlen um gut 17 Prozent erhöhen, und zwar, wie Gartner verrät, auf dem EMEA-Markt (Europa, Middle East, Africa).


			HP ist im dritten Quartal Anführer der Verkäufer geblieben. Jetzt beträgt der Anteil von HP fast ein Drittel sowohl des Umsatz als der verkauften Einheiten.

Jetzt beträgt der Anteil von HP fast ein Drittel sowohl des Umsatzes als der verkauften Einheiten. Quelle: Gartner, November 2007.

(Anika Kehrer)
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