Open Source im professionellen Einsatz
Newsletter abonnieren
HEFTARCHIV | NEWS | VIDEO | BLOGS | WHITEPAPER | EVENTS | SERVICE | ABO

Anzeige

user friendly

  Home  »  NEWS  »  Richard Stallman: Cloud Computing ist eine Falle  

RSS-Feed der aktuellen News von Linux-Magazin Online

Richard Stallman: Cloud Computing ist eine Falle

Einer der Urväter Freier Software, Richard Stallman, warnt im Gespräch mit der britischen Zeitschrift Guardian vor den Auswirkungen von Cloud Computing. Seine Hauptargumente: Abhängigkeit und Verlust der Kontrolle über die eigenen Daten.

Erst vor wenigen Tagen feierte sein Open-Source-Projekt GNU den 25. Geburtstag, schon macht der streitbare Aktivist wieder Schlagzeilen. Diesmal gilt seine Kritik einem aktuellen Trend der IT-Industrie, dem so genannten Cloud Computing. Bei diesem Dienst, den beispielsweise auch Red Hat über Amazons elektronische Wolke EC 2 anbietet, werden IT-Dienste wie Software, Rechenkapazitäten oder auch Speicher fallweise über externe Anbieter gemietet. Den Anwendern verspricht dies größere Flexibilität, da die Dienste nur in dem Umfang bezahlt werden sollen, wie diese in Anspruch genommen werden. Stallman allerdings traut diesem Versprechen nicht. Er nimmt den E-Mail-Dienst von Google als Beispiel und warnt davor, dass Anwender durch derartige web-basierte Programme in geschlossene, proprietäre Dienste gezwungen werden. Er prophezeit, dass diese mit der Zeit immer teurer würden. Im Interview findet er harsche Worte: „Es ist eine Dummheit. Es ist schlimmer als Dummheit. Es ist eine Marketing-Hype-Kampagne.“ Stallman vermutet einen strategischen Hintergrund. Er sagt: „Irgendjemand sagt, das ist unausweichlich. Und wann immer man jemand dies sagen hört, ist es sehr wahrscheinlich, dass es eine Reihe von Unternehmen ist, die daran arbeiten, das wahr werden zu lassen.“

Der Open-Source-Aktivist rät Computeranwendern darauf zu achten, die Kontrolle über ihre Informationen zu behalten, statt diese in die Hände von Außenstehenden zu geben. „Ein Grund, warum man keine Webapplikationen am Computer nutzen sollte ist der Kontrollverlust“, sagt er und bezeichnet dies als ebenso schlecht wie der Einsatz proprietärer Programme. Damit liegt Stallman auf einer Linie mit der Free Software Foundation (FSF), die Anwendern ähnliche Handlungsempfehlungen gibt (Linux-Magazin Online berichtete). Gemeinsam mit der Aktivistenvereinigung Autonom.us entwickelte der Verein Empfehlungen im Umgang für den populären Trend der Software als Dienstleistung, auch Software as a Service (SaaS) genannt. Die Gruppen haben ihre Überlegungen unter der Bezeichnung Franklin Street Statement veröffentlicht. Die Nähe der Argumente ist nicht ganz zufällig: Stallman war auch der erste Präsident der Free Software Foundation, hier war er maßgeblich an der Entwicklung der General Public License (GPL) beteiligt.

(Britta Wülfing)
Diesen Artikel druckenDiesen Artikel weiterempfehlen Diesen Artikel kommentieren
Diese Seite zu Mister Wong hinzuf�gen Webnews yigg it! Slashdot it!
Ähnliche Artikel
FSF veröffentlicht Empfehlungen für Software as a Service
Red Hat holt juristische Spezialisten in die Lizenzabteilung
Red Hat-Einigung mit Firestar schützt auch Sun und Novell
SFLC: Achtet die Lizenz und fürchtet Euch nicht!
FSF klagt gegen Cisco wegen GPL-Verletzung
FSFE und GPL-Violations kämpfen für Open-Source-Lizenzen
Whitepaper
Komfortabler Remote-Access

SSL-VPN im Vergleich zu klassischen VPN-Technologien.

Von zu Hause oder aus der Filiale auf Rechner im Firmennetzwerk zugreifen: Remote-Access heißt das Zauberwort. Dieses Whitepaper erlautert, was hinter PPTP, IPSec, L2TP und SSL steckt und zeigt Ihnen, wie Sie mit Astaro komfortabel ein SSL-VPN aufbauen.

Download PDF (Registrierung erforderlich)
Service Level Agreements - Der Unterschied liegt im Kleingedruckten

Wenn es um die Verfügbarkeit von Hostingprodukten geht, scheidet sich die Spreu vom Weizen unter den Internet Providern. Wer wissen will, wie verfügbar sein Hostingprodukt wirklich ist, sollte daher die Service Level Agreements seines Providers genauer studieren.

Download PDF (Registrierung erforderlich)
SWSoft

Dieses SWsoft White Paper soll Ihnen als eine Entscheidungshilfe bei der Auswahl einer Servervirtualisierungslösung dienen. Es gibt einen Überblick über die drei typischen Virtualisierungstechnologien die heute verfügbar sind: Hardware-Virtualisierung, Para-Virtualisierung und Betriebssystem-(OS)-Virtualisierung. Erläutert werden die grundlegenden Konzepte der verschiedenen Ansätze. In einer ausführlichen Übersicht finden Sie die zehn Hauptüberlegungen, die Sie in Betracht ziehen sollten, wenn die Entscheidung für die Einführung und Nutzung einer Virtualisierungstechnologie im Unternehmen ansteht. Im praktischen Arbeitsblatt können Sie abschliessend die für Sie wichtigen Faktoren zusammenfassen und so auf einen Blick die verschiedenen Lösungen vergleichen bzw. Funktionalitäten bewerten.

Kommentare (0)
 
Themen-Special
SPAM
Alles was Sie zum Thema Spam wissen müssen:
»Filterung
»Abwehr
»Software
»Hardware
Impressum |Datenschutzerklärung | © 2009Linux New Media AG
Partner-Sites
Deutschland: [LinuxUser] [EasyLinux] [Linux-Community] [Linux-Nachrichten] [Linux Events]
Europa: [EasyLinux Polen] [Linux Magazine Polen] [Darmowe Programy] [Linux Magazin Rumänien] [Linux Magazine Spanien]
International: [Linux Magazine International] [Linux Pro Magazine] [Linux Magazine Brasilien]