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RPM Fusion: Kombinierte Software-Repositories für Fedora

Das RPM-Fusion-Team hat nach monatelanger Vorbereitung nun die öffentliche Verfügbarkeit von Repositories verkündet, die eine einfache Installation von RPM-Paketen unter Fedora versprechen. Ziel ist es, auch teils unfreie Software für die freie Distribution anzubieten.

Zu den Software-Angeboten von RPM Fusion zählen dann etwa diverse Multimedia-Anwendungen, die MP3s abspielen können, aber auch Kernel-Treiber mit den proprietären Grafikkartentreibern von ATI und Nvidia sowie Spiele und Emulatoren für Plattform-Klassiker wie den Commodore 64.

RPM Fusion ist in zwei Zweige geteilt, "free" enthält Open Source Software von Dritten, die den Fedora Licensing Guidelines entsprechen, die Fedora selbst aber nicht ausliefert, weil eventuell Patentprobleme damit verbunden sind. "Non free" beinhaltet Software, die zwar nicht frei ist, die aber veröffentlicht werden darf und nur teilweise Beschränkungen unterliegt: Dazu zählt etwa, dass Programme nur im nicht-kommerziellen Umfeld genutzt werden dürfen.

Die Einbindung der Repositories soll bei allen von Fedora betreuten Distributionen gelingen, den Entwicklerzweig "Rawhide" inbegriffen. Eine Anleitung findet sich hier.

Das RPM-Fusion-Projekt haben die Repository-Teams von Dribble, Freshrpms und Livna mit dem Ziel gestartet, für Fedora und Red Hat Enterprise ein einheitliches Third-Party-Repository anbieten zu können. Weitere Helfer sind erwünscht, die Mailingliste des Projekts gilt als geeignete Kontaktmöglichkeit. Ein Interview mit Thorsten Leemhuis und Hans de Goede gibt weiteren Einblick ins Projekt.

(Ulrich Bantle)
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