Open Source im professionellen Einsatz
Newsletter abonnieren
HEFTARCHIV | NEWS | VIDEO | BLOGS | WHITEPAPER | EVENTS | SERVICE | ABO

Anzeige

user friendly

  Home  »  NEWS  »  So bootet Debian in 14 Sekunden  

RSS-Feed der aktuellen News von Linux-Magazin Online

So bootet Debian in 14 Sekunden

Ein Artikel auf der englischsprachigen Admin-Community Debian-Administration.org beschreibt, wie sich Debian auf einem Asus Eee-PC 901 schneller booten lässt. Der Autor Phil Endecott erzielt mit seinen Methoden eine Boot-Zeit von 14 Sekunden.

Damit erreicht er nicht den Fünf-Sekunden-Rekord seiner Vorbilder Arjan van de Ven und Auke Kok. Die beiden Intel-Entwickler hatten auf der Linux Plumbers Conference im September das gleiche Gerät unter Fedora und dem Mobilgeräte-Linux Moblin gestartet. Dennoch stellt Endecott zahlreiche Programme und Maßnahmen vor, die den Debian-Bootprozess deutlich beschleunigt. Einiges ist Eee-PC-spezifisch, vieles lässt sich aber auf andere Linux-Rechner übertragen.

Die Arbeit beginnt mit der Diagnose des Ist-Zustands mit Hilfe von Bootchart (als Debian-Paket verfügbar) und Bootgraph. Das Ergebnis: Von Grub bis zur Anzeige des XDM-Loginfensters vergehen 33 Sekunden.

Danach geht es an die ersten einfachen Maßnahmen: Den Grub-Timeout auf ein Minimum reduzieren, alle Dienste entfernen, die nicht genutzt werden, und - bei regelbaren Prozessoren - mit höchster CPU-Frequenz booten.

Weitere Beschleunigung verspricht das Kernel-Tuning. Hier kommt ein Kernel ohne Initrd oder Initramfs sowie mit einkompilierten Hardwaretreibern zum Einsatz. Das zeitaufwändige Laden von Kernel-Modulen fällt somit weg. Daneben verweist der Artikel auf einige brandaktuelle Kernel-Patches, die ebenfalls Zeit sparen sollen, vor allem einen Patch von Arjan van den Ven.

Auch das so genannte Coldplugging, das Erstellen der Device-Dateien durch Udev, sorgt in der Regel für Zeitverlust. Endecott stellt ein Skript zur Verfügung, das die einmal von Udev erstellten Einträge im "/dev"-Verzeichnis speichert und in Zukunft automatisch ohne Udev-Detektionsvorgang erzeugt.

Zu den weiteren Verfahren gehört Disk-Readahead, entweder durch das Debian-eigene Paket oder durch Super-Readahead umgesetzt, was allerdings nur geringe Zeitersparnis bringt. Auch beim Stellen der Systemuhr mit Hwclock (was Debian zweimal tut) lässt sich ein wenig Zeit gewinnen. X startet der Verfasser früher als es in Debian Standard ist, die Netzwerkgeräte dagegen nimmt er später in Betrieb.
So spart Endecott insgesamt 19 Sekunden ein. Der englischsprachige Artikel nennt noch weitere Details. Außerdem gibt es Konfigurationsdateien, Skripte und Boot-Diagramme zum Download.

Phil Endecott, Doktor der Informatik, hofft, dass auch die Debian-Entwickler einige dieser Tuning-Maßnahmen aufgreifen, sie unter Umständen verbessern und in die Distribution aufnehmen. So könnten auch Anwender in deren Genuss kommen, die keine Erfahrung mit dem Kernel-Kompilieren und anderen Eingriffen ins System haben.


Beim System-Tuning setzt Phil Endecott unter anderem das Protokoll-Tool Bootchart ein.

(Mathias Huber)
Diesen Artikel druckenDiesen Artikel weiterempfehlen Diesen Artikel kommentieren
Diese Seite zu Mister Wong hinzuf�gen Webnews yigg it! Slashdot it!
Ähnliche Artikel
Mandriva 2009 ist fertig
Gerüchte um Desktop-Ausgabe des Eee-PC von Asus
Eee-PC 904 und Eee-PC 1000: Asus nennt Details zur nächsten Generation
Asus Eee 900A mit Linux: Das bisher beste Netbook
Cebit 2008: Asus Eee-PC 900
Video: Asus Eee-PC 900A vorgestellt
Whitepaper
Komfortabler Remote-Access

SSL-VPN im Vergleich zu klassischen VPN-Technologien.

Von zu Hause oder aus der Filiale auf Rechner im Firmennetzwerk zugreifen: Remote-Access heißt das Zauberwort. Dieses Whitepaper erlautert, was hinter PPTP, IPSec, L2TP und SSL steckt und zeigt Ihnen, wie Sie mit Astaro komfortabel ein SSL-VPN aufbauen.

Download PDF (Registrierung erforderlich)
SWSoft

Dieses SWsoft White Paper soll Ihnen als eine Entscheidungshilfe bei der Auswahl einer Servervirtualisierungslösung dienen. Es gibt einen Überblick über die drei typischen Virtualisierungstechnologien die heute verfügbar sind: Hardware-Virtualisierung, Para-Virtualisierung und Betriebssystem-(OS)-Virtualisierung. Erläutert werden die grundlegenden Konzepte der verschiedenen Ansätze. In einer ausführlichen Übersicht finden Sie die zehn Hauptüberlegungen, die Sie in Betracht ziehen sollten, wenn die Entscheidung für die Einführung und Nutzung einer Virtualisierungstechnologie im Unternehmen ansteht. Im praktischen Arbeitsblatt können Sie abschliessend die für Sie wichtigen Faktoren zusammenfassen und so auf einen Blick die verschiedenen Lösungen vergleichen bzw. Funktionalitäten bewerten.

Sichere Datenlöschung als Bestandteil des IT-Sicherheitskonzeptes

Lesen Sie in diesem Whitepaper, welche Vorkehrungen Sie für eine sichere und umweltgerechte Datenlöschung treffen müssen und lernen Sie anhand von Beispielen und Checklisten, wie Sie Compliance Richtlinien sicher einhalten können.

Kommentare (3)
von
Irie-D,
12.11.2008 14:45
Ihr dachtet es wär vorbei!
Windows 3.11 startet bei mir in 8 Sekunden. Was jetzt los?
von
Trollfütterer,
12.11.2008 16:52
Winwas?
Was ist denn das Windows 3.11?

von
Do feed the troll,
14.11.2008 11:28
Nicht 3.11 sondern 9.11
Sollte eigentlich Windows 9.11 heissen und ist ein Terroristen-Betriebssystem auf dem die Anschläge auf unsere Freiheit geplant bzw. umgesetzt sind.
Also nichts worüber man sich Gedanken machen müsste.

Free from sin...
 
Themen-Special
SPAM
Alles was Sie zum Thema Spam wissen müssen:
»Filterung
»Abwehr
»Software
»Hardware
Impressum |Datenschutzerklärung | © 2009Linux New Media AG
Partner-Sites
Deutschland: [LinuxUser] [EasyLinux] [Linux-Community] [Linux-Nachrichten] [Linux Events]
Europa: [EasyLinux Polen] [Linux Magazine Polen] [Darmowe Programy] [Linux Magazin Rumänien] [Linux Magazine Spanien]
International: [Linux Magazine International] [Linux Pro Magazine] [Linux Magazine Brasilien]