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Studie: Firefox hat Chancen in Unternehmen

Die Marktforscher von Forrester Research stellen in einer aktuellen Studie fest, dass der freie Browser Firefox auf Kosten des Microsoft-Produktes Internet Explorer auch in Großunternehmen schnell Marktanteile gewinnt.

Forresters Empfehlung aus der Studie an die Macher des Open-Source-Browsers Mozilla lautet: "Kümmert Euch um die Unternehmen!" Unter dem Titel "Enterprise Desktop And Web 2.0/SaaS Platform Trends, 2007" fasst das Marktforschungsunternehmen die Ergebnisse einer Untersuchung der Desktops von rund 50.000 Anwendern in 2.300 großen und sehr großen Unternehmen zusammen. Der Autor der Studie, Thomas Mendel, kommt zu dem Ergebnis, dass die Anteile von Firefox in Unternehmen kontinuierlich steigen - zu Lasten des Microsoft-Browsers. Einzig in dem Quartal, in dem der Internet Explorer Version 7 (IE 7) veröffentlicht wurde, fiel der Anstieg etwas langsamer aus. Bis Jahresende konnte der freie Browser seine Anteile aber von 9,8 auf 18 Prozent knapp verdoppeln.

Gleichzeitig stellt Mendel fest, dass große, unternehmensweite Installationen derzeit eher untypisch sind. Als Gründe für diese Zurückhaltung macht er aus, dass Mozilla aktuell zu wenig Überzeugungsarbeit in Unternehmen leiste. Zudem gäbe es aktuell kein offizielles Microsoft-Installationspaket, und risikoscheue Anwender würden bezahlte Supportdienstleistungen vermissen. Als großes Plus sieht er, dass zahlreiche Anwendungen den Browser bereits unterstützen. Im gleichen Zeitraum fielen die Anteile von Microsofts Browser von 88,7 auf 78, 7 Prozent. Auch hierfür nennen die Marktforscher Gründe: Microsofts Produkt sei nicht innovativ, weshalb wohl auch die Anwender vom IE 6 nur zögerlich aktualisieren. 15 Monate nach Erscheinen von IE 7 und drei Monate vor dem Beta-Test von IE 8 hatte Forrester erst auf 30 Prozent der Rechner einen Update beobachtet. Das Gegenbeispiel lieferten die Anwender des freien Browsers: Im gleichen Zeitraum hatte die aktuelle Version 2.0 die Version 1.5 fast vollständig (95,7 Prozent) abgelöst.

Bei den Desktop-Betriebssystemen hingegen ist die Dominanz von Microsoft Windows mit 94,9 Prozent Anteil nahezu ungebrochen. Obwohl das System 3,6 Prozent Anteil im Jahr 2007 verloren hat, betrachtet Forrester die Wettbewerber als Nischenanbieter: Linux und Mac OS haben zwar Anteile gewonnen, bleiben aber im einstelligen Bereich: Bis Jahresende konnte Linux konnte seine Anteile von 0,1 auf 0,6 Prozent steigern, und Apples Betriebssystem erreichte bei Jahresende 4,2 Prozent der Schreibtische (1,2 Prozent im Januar). Windows Vista hingegen tut sich nach Beobachtung der Analysten schwer: Nur 6,3 Prozent der Anwender hatten bis Jahresende ihr Windows-Betriebssystem aktualisiert, hiermit konnten gerade mal die verbliebenen Windows-2000-Anwender abgelöst werden. Der Anteil der XP-Desktop blieb bei knapp 90 Prozent unverändert.

(Britta Wülfing)
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