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Thinclients: Liscon liefert Linux an VXL

Der Thinclient-Hersteller Liscon ist neuer OEM-Lieferant für VXL Instruments. Das Linux-Betriebssystem GIO von VXL wird damit in der Version 2 runderneuert.

Als neuer Partner erstellt die österreichische Liscon Informationstechnologie GmbH ab jetzt das Linux-Betriebssystem der Thinclient-Produkte von VXL. Das Liscon OS wird bei VXL dann als GIO 2 bezeichnet. GIO 2 läuft gegenüber der ersten Version mit dem Kernel 2.6 und hat neue Funktionen, zum Beispiel ein webbasiertes Konfigurationsinterface. Das VXL-Linux wird damit vom neuen Partner ersetzt, es soll aber mit der Management-Konsole von VXL reibungslos zusammenarbeiten.

Liscon und VXL waren schon vorher Geschäftspartner. Die Österreicher waren und bleiben Käufer der Itona-Desktops von VXL Instruments, die sie für ihre Thinclients TC SL, TC Light und TC X verwenden. VXL bietet neben GIO-Linux auch Windows-Betriebssysteme an. Aber auf Linux will man nicht verzichten: "VXL hat gesehen, wieviel man damit verkaufen kann", sagte Emanuel Pirker im Gespräch mit Linux-Magazin Online. Emanuel Pirker ist Geschäftsführer der Liscon GmbH. Die VXL Instruments Limited hat ihren Hauptsitz im indischen Bangalore.

Ursprünglich bezog der Thinclient-Hersteller VXL sein GIO-Linux von der Firma Mangrove, ein französischer Hersteller für Linux-Thinclient-Software. 2005 kaufte Neoware Mangrove. Neoware gehört inzwischen zu Hewlett Packard (wir berichteten). VXL war schon durch den Aufkauf Mangroves seines Linux-Lieferanten beraubt, weil Neoware die Hand auf die Betriebssystem-Entwicklung legte, berichtete Pirker. Seit rund einem Jahr habe VXL nun überlegt, in wessen Hände es sein Thinclient-OS dauerhaft legen solle. Und da man mit Liscon in ehedem partnerschaftlichen Kontakt stand, so Pirker, habe VXL gesagt: "Des passt. Mach 'mer."

Auf die Frage, ob Liscon und VXL Konkurrenten seien, sagt Pirker nach kurzem Nachdenken: "Stimmt schon. Aber weil wir uns gut verstehen, ist das unproblematisch." Als Unterscheidungsmerkmale zwischen den beiden Unternehmen fällt ihm das günstigere Angebot von VXL ein. Den Unterschied macht Pirker an der selbst geschriebenen Management Konsole von Liscon fest, die besondere Features hat (siehe Meldung von der Systems 2007 auf Linux-Magazin Online). Der Kunde erwirbt dieses Tool zusätzlich zu den Thinclients, darum ist der Preis insgesamt höher. Wie das Liscon OS wird die Konsole im Haus entwickelt. Das Liscon-Linux gibt es zu den Thinclients dazu, aber die besondere Management-Konsole sei das Alleinstellungsmerkmal, begründet Pirker seine Preispolitik.

(Anika Kehrer)
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