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Wind River portiert Android auf 3G-Chip von NEC
12.02.2008
Das US-amerikanische Unternehmen Wind River hat zwei Software-Plattformen auf den NEC Electronics Advanced 3G-Chip portiert, darunter Googles Plattform Android.
Der kalifornische Anbieter von Embedded-Linux-Lösungen hat in enger Zusammenarbeit mit dem japanischen Technologiekonzern NEC zwei Softwareplattformen auf den NEC-Chip namens Medity M2 portiert. Der neue 3G-Chip nutzt als Basis das Embedded-Linux-System von Wind River und gilt als besonders stromsparend.
Zu besichtigen ist nun zum einen die Mobil-Plattform Android in einer "early-look"-Version, zum zweiten hat das Unternehmen die NEC-eigene plattformOViA auf den Chip gebracht. Unter dem Namen Android entwickelt die von Google ins Leben gerufene Open Handset Alliance einen offenen Software-Stack für Mobilgeräte, Linux-Betriebssystem inbegriffen.
Als zweites hat Wind River die NEC-Entwicklung namens PlatformOViA auf den NEC-Chip gebracht. Auch dieses Softwarepaket basiert auf Linux und bietet eine gemeinsame Entwicklungsoberfläche. Mit PlatformOViA will NEC zum einen die Produkteinführung von 3G-Mobilgeräten beschleunigen, zum anderen zielt das Unternehmen auf den digitalen Videomarkt und Automotive-Infotainment-Anbieter.
Als besondere Vorteile der neuen Chipreihe von NEC nennt Wind River eine "wesentlich" bessere Grafikdarstellung und den niedrigen Energieverbrauch. "Medity M2 ist die zweite Entwicklung der Medity-Familie mit marktführenden Eigenschaften wie niedrigem Stromverbrauch und der Unterstützung von MPEG-4/H.264 Videos und 2D- und 3D-Graphiken", preist der NEC-Manager Katsuhiko Itagaki die Qualitäten des Produkts. Wind River führt als Wettbewerbsvorteil die hauseigene Linux-Variante Wind River Linux an. Nach Meinung des Unternehmens wird durch das transparente System mit dem integrierten Paketmanagement die Entwicklungszeit erheblich beschleunigt, eine Grundvoraussetzung in dem extrem schnellen Mobilmarkt.
Beide Wind-River-Varianten können am Stand von NEC Electronics auf der derzeit stattfindenden Messe Mobile World Congress in Barcelona besichtigt werden. Für den morgigen Mittwoch meldet die Messe übrigens einen außergewöhnlichen Sprecher: Hollywood-Legende Robert Redford hält als Vertreter seiner Sundance-Studios eine Keynote. Unter anderen will er dabei über das Potential mobiler Technologie als Medium für Filmemacher sprechen.
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